Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch zu Besuch in den Landkreisen Lörrach und Waldshut bei der Abgeordnetenkollegin Sabine Hartmann-Müller

Friedlinde Gurr-Hirsch MdL folgte gerne der Einladung ihrer Kollegin Sabine Hartmann-Müller, die für die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ein vielseitiges Programm vorbereitet hatte. Begleitet wurden die beiden Landespolitikerinnen von Bürgermeisterin Diana Stöcker und Oberbürgermeister Klaus Eberhardt.  

 Zu Beginn fand ein Besuch im Osypka-Kinderhaus in Rheinfelden-Herten im Landkreis Lörrach statt. Staatssekretärin Gurr-Hirsch lobte die vorbildliche Arbeit in der Ernährungsbildung als gutes Beispiel für bewusste Kinderernährung. Die Leiterin Annette Sigmund konnte durch ihr besonderes Engagement die Auszeichnung mit dem BeKi-Zertifikat für das Osypka Kinderhaus durch das Landwirtschaftsministerium vor zwei Jahren in Empfang nehmen. Staatssekretärin Gurr-Hirsch betonte, dass Baden-Württemberg dieses Erfolgsmodell mit landesweit 260 BeKi-Mitarbeiterinnen weiter fördere und das Projekt in den Grundschulen mit dem „Ernährungsführerschein“ seine Fortsetzung findet. So würde das Thema gesunde Ernährung spielerisch durch Mithelfen bei der Zubereitung in den Alltag einbezogen und im Bewusstsein der Kinder gefestigt. „Derartige Bemühungen zahlen sich somit aus, weil Kinder ein achtungsvolles Verhältnis zu Speisen bekommen“, bekräftigte Gurr-Hirsch.

Am Abend ging es in den Landkreis Waldshut nach Bad Säckingen. Dort war die Staatssekretärin eingeladen, bei der Veranstaltung des Zonta Club Bad Säckingen und der Frauenunion des CDU Kreisverbands Waldshut einen Vortrag zum Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“ zu halten. Friedlinde Gurr-Hirsch blickte zunächst auf die Geschichte der Frauenbewegung zurück. Diese reichte von Olympe de Gouges, der Verfasserin der „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“, über Louise Otto-Peters bis zu Hedwig Dohm, die 1876 das Frauenwahlrecht gefordert hatte, was damals keineswegs Konsens unter den Frauen war. So lehnte der Allgemeine Deutsche Frauenverein 1865 das Wahlrecht ab und forderte bessere Bildungs- und Berufschancen für Frauen. Dann im Jahr 1919 hatten Frauen schließlich das aktive und passive Wahlrecht. Damals gingen 82 Prozent der Frauen zur Wahl „So etwas sollten wir heute wiedererleben“, so Gur-Hirsch. Der Frauenanteil im ersten Weimarer Parlament betrug neun Prozent, heute sind 30 Prozent der Bundestagsabgeordneten weiblich.

Nach Einschätzung der Abgeordneten seien aber nicht die Männer daran schuld, sie sieht das Problem eher darin, dass Frauen wenige Netzwerke hätten.

Eine angeregte Diskussion mit den Teilnehmerinnen zur Gleichberechtigung, Entlohnung sowie klassischen Männer- und Frauenberufen schloss sich der Rede an.

 

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