Friedlinde-Treffen

Blühender Kirschbaum "Friedlinde" Bei den regelmäßig stattfindenden Friedlinde-Treffen begegnen sich Frauen mit dem seltenen Vornamen. Erstmals dazu eingeladen hatte Friedlinde Gurr-Hirsch im Jahr 2009. Hintergrund waren zahlreiche Zuschriften von Friedlinden zu ihrem Namen. Von ihnen kam der Anstoß, der Herkunft des ungewöhnlichen Vornamens auf den Grund zu gehen und sich bei einem Treffen über dessen Bedeutung auszutauschen.
 
Auf der Suche nach dem Namensursprung haben die Friedlinden festgestellt, dass sie fast alle aus Weingärtnerfamilien stammen und bei einer Person viele Fäden zusammen laufen. Das ist Friedlinde Haag, deren Vater Wengerter und Reichstagsabgeordneter war. Sie war schon in jungen Jahren eine wohl bekannte Stadtschönheit. Zahlreiche Erntehelfer wurden von ihr für die Namensgebung ihrer eigenen Sprösslinge inspiriert, wahrscheinlich auch der Großvater von Friedlinde Gurr-Hirsch, der Mitarbeiter bei den Haags war.
 
Mittlerweile fanden schon sieben Friedlinde-Treffen statt. Das Erste war in der Kraichgaustadt Eppingen, wo 70 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges ein Lindenbaum als Symbol und Mahnung für zukünftigen Frieden in der Welt gepflanzt wurde und Oberbürgermeister Klaus Holaschke im Rathaus einen Empfang für die Baumspenderinnen veranstaltete. Im Jahr 2010 trafen sich die Friedlinden zur historischen Stadtführung und zum anschließenden Austausch im malerisch gelegenen Garten einer der Namensschwestern in Heilbronn. Die Burg Stettenfels war das Ziel im darauf folgenden Sommer. Im Rahmen einer kleinen Burgführung, Kaffee und Kuchen im herrlichen bewirtschafteten Burggarten und einem Vesper im Hause von Friedlinde Gurr-Hirsch konnten die Teilnehmerinnen erneut einen unvergesslichen Tag erleben. Im Jahr 2012 besichtigten die Friedlinden die bezaubernd angelegten Gartenanlagen sowie historischen Gartenhäuser im Botanischen Obstgarten in Heilbronn und ließen den abermals wunderbaren Nachmittag bei lockeren Gesprächen im dortigen PestalozziCafé ausklingen. Viel Wissenswertes über den Weinbau in unserer Region erfuhren die Frauen im nächsten Sommer bei einem Besuch des Weingutes Drauz in Heilbronn. Im November 2013 pflanzten die Friedlinden auf der neu gestalteten Heilbronner Allee erneut einen Lindenbaum. Dafür sammelten sie im Vorfeld Spenden und überreichten bei der Baumpflanzung durch das Heilbronner Grünflächenamt einen Spendenscheck in Höhe von Eintausend Euro. Im Juli 2014 wurde die Wein- und Hölderlinstadt Lauffen am Neckar besucht. Auf dem Programm standen unter anderem eine historische Stadtführung sowie ein Gespräch mit Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger unter dem 100-jährigen Lindenbaum auf der Rathausinsel. 
 
Alle Trägerinnen dieses Namens sind schon im fortgeschrittenen Alter, offensichtlich war der schöne und bedeutungsvolle Name Friedlinde in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten. Doch wird der Friedlinde-Club immer größer. 2009 haben sich acht Frauen getroffen, heute zählt der Kreis 49 Friedlinden. Die meisten Frauen sind aus der Region Heilbronn, aber auch aus Bad Urach, Leinfelden-Echterdingen und sogar aus dem Sauerland kommen Friedlinden zu den mindestens einmal jährlich stattfindenden Treffen. Auf den Club aufmerksam wurden sie zumeist durch das Internet. Zu einem stetig wachsenden Teilnehmerinnenkreis tragen insbesondere die Homepage von Friedlinde Gurr-Hirsch sowie Berichte der Heilbronner Stimme bei.
 
Friedlinden, die Interesse am Club haben und zu den regelmäßig stattfindenden Treffen eingeladen werden möchten, können sich sehr gerne unter der Telefonnummer 07131 / 701541 oder der E-Mailadresse info@gurr-hirsch.de bei Friedlinde Gurr-Hirsch melden. Darüber hinaus kann die Süßkirsche „Friedlinde“, eine von der CDU-Politikerin im Jahr 2009 persönlich getaufte neue Kirschbaumsorte, in der Baumschule Heckmann in Widdern käuflich erworben werden.
 
Fotos zu den bisherigen Friedlinde-Treffen sind in der Bildergalerie auf dieser Homepage eingestellt.

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